Wochenende auf der Hilly-Billy-Ranch in Godendorf, Schneidemühle

Unser tolles Wochenende begann am Freitag, dem 05.09.2008

Endlich nach den üblichen Tanzübungen in der Ruschestr.  ging es los. Auf zur Ranch! Wir, die 13 Unternehmungslustigen ausgerüstet mit Informationen über den Fahrweg, fuhren los. Zur Orientierung hieß es: “Die B 96 bis hinter Fürstenberg und dann rechts ab. Da gibt es auf der Strecke ein einzelnes Haus. Dort beginnt ein Sandweg. Den immer lang und nicht lange und wir sind da.”

Wir kamen alle gut an! Das wurde auch zünftig mit Sekt aus Papbechern begossen. Es schmeckte super.

Wir bezogen unsere Bungalows, die famieliengerecht mit Dusche, WC und Kochgelegenheit ausgerüstet waren. Dann bereiteten wir im Grünen unsere Kaffeetafel vor. Einige von uns hatten Kuchen gebacken. Der Kaffee war schnell gekocht und der Tisch mit farbigen Paptellern und Servietten einladend gedeckt. Oooooooohhh schmeckte das gut. Frische Luft und in bester Gesellschaft mitten im Grünen. Nur gut, dass der Regen in den dicken Wolken über uns stecken blieb.

Dann gingen wir zur Anmeldung. Die Chefin begrüßte uns mit großen strahlenden Augen. Ich fand, sie sah wie eine Zigeunerin aus. Ihr dichtes, langes, schwarzes Haar war zum Zopf gebunden. Sie machte auf uns einen netten Eindruck.

Der Wald rief und wir folgten dem Ruf. Es war herrlich. Ein ruhiger Spaziergang. Es duftete nach Pilzen und wir konnten der Versuchung nicht widerstehen. Jeder noch so kleine Pilz, der gesichtet wurde, wurde eingesammelt. Und schon zeigten sich die Pilzkenner.

Karin und ihr Mann hatten für das abendliche, leibliche Wohl gesorgt. Es gab Kartoffelsalat und Bockwurst wieder am liebvoll gedeckten Tisch vor den Bungalows. So gestärkt ging es runter in den großen Tanzsaal. Unsere Wirtin wartete schon mit Countrymusik auf uns. Sie ist ebenfalls begeisterte Line Dancerin. Leider konnten wir nicht gemeinsam tanzen. Lag es an der robusten Art von ihr, mit der wir nicht klar kamen oder war es nur der fremde Ort? Das wurde schlagartig anders, als Annette eintraf. Sie hatte mit anderen Tänzern noch einen Auftritt und kam deshalb viel Später an. Wie sie uns erzählte, verfuhr sie sich leider. In Finowfurt hat sie endlich eingesehen, dass sie falsch ist.

Unsere Wirtin machte mit uns ein Tanzspiel. Alle, auch die Nichttänzer, haben mitgemacht. Es war super und es brachte Stimmung. Letztendlich wurde es ein schöner Abend. Aber an ins Bett gehen, war nicht zu denken. Ilona hatte ihre Gitarre mitgebracht und wir saßen bei Wein und Bier noch lange in der schönen Nacht draußen vor den Bungalows. Wir sangen alte Kamellen.

Der nächste Tag begann mit einem tollen Frühstück. Der große, rustikale Tisch war liebevoll und reichlich gedeckt. Die verschiedenen Sorten selbstgemachter Marmelade schmeckten vorzüglich. Auch die anderen Köstlichkeiten von den umliegenden Höfen geliefert, wie zum Beispiel der Ziegenkäse, die frischen Eier und das Gemüse waren super.

Gut gesättigt, ging es auf in unser volles Programm. Eine Kremserfahrt! Jo zeigte uns die Umgebung von Godendorf. Wie das so üblich ist, haben wir auch wieder gesungen. Unsere Ilona überraschte uns mit einer Minimundharmonika. Sie ist ein Multitalent.

Danach wurden Pferde für einen Ausritt vorbereitet. Mit viel Überredung fanden sich einige Reiter. Wie sich später herausstellte, war es für die meisten der erste Ritt auf einem Pferd in ihrem Leben. Bewundernswert!!! Alle sind gut mit ihren Pferden zurechtgekommen. Die Reiter der beiden Bummelletzten hatten so ihre Schwierigkeiten. Die Pferde wollten fressen. Das saftige Grün, hauptsächlich, dass der jungen Eichenblätter, lockte zu sehr. Den Reitern gelang es mühsam und mit viel Zuspruch, wie vereinbart bei der Gruppe zu bleiben. Am Ende der Tour holten die Nachzügler auf und wir kamen gemeinsam auf dem Hof an.

Nächster Tag: Einige Frühaufsteher hatten schon vor dem Frühstück Pilze gesammelt. Fleißige Hände bereiteten daraus ein schmackhaftes Mittag. Dazu Suppen und Brot und wir fühlten uns königlich. Am Abend wurde noch gegrillt. Unsere Küchenwunder hatten an alles gedacht.

Abends wurde wieder fleißig getanzt. Unsere einheitlichen roten Blusen, gekenntzeichnet mit “stepsaloon” hinterließen einen besonderen Eindruck…

Eine andere Gruppe von 6 Personen aus Neubrandenburg hatte mit uns gemeinsam diesen Abend verbracht. Ihre ausdrucksvollen Tänze waren uns oft nicht bekannt. Unsere Tänze kamen bei ihnen gut an. Besonders der “Matador”, obwohl er von uns fehlerhaft getanzt wurde, erhielt lauten Beifall. Wir fanden auch gemeisame Tänze. Es war ein schöner Abend.

Am 3. Tag gingen die Interessen auseinander – Reiten, wandern, lesen  oder Pilze sammeln. Jeder machte noch einmal was ihm am Besten gefiel. Nach einem kräftigen Mittagessen verließen wir das Hilly & Billy Paradies.

Anita Mohorn (26.09.2008)

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