Gestern bin ich zurück gekommen, denn ich habe mir noch einen Zwischenstopp in Dresden gegönnt. Es hat sich viel verändert, manches gefällt mir nicht. Aber das ist eine andere Geschichte.
Tschechien war eine schöne Reise. Die Aufregung davor war groß. Wie vor jeder Reise hieß es packen. Es geht in die Berge – ins Riesengebirge. Was zieht man da an, wie wird das Wetter, was erwartet uns dort???? Fragen über Fragen. Die Sache mit dem Wetter kann man heutzutage schon über das Internet klären und damit auch was ziehe ich an. Also den Koffer und die Reisetasche packen und gespannt auf die Abfahrt warten. Um 10.00 Uhr ging es mit dem Bus los. Oh ……… nicht nur ich hatte zwei Gepäckstücke. Nur gut, dass die letzte Bank frei war, so konnte alles mit. 
Nun ging es wirklich los. Endlich! Die Fahrt war lustig, denn Torsten, unser Busfahrer hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Er hat sich genauso auf uns gefreut wie wir uns auf ihn. Nach mehreren Stunden endlich die Ankunft im Hotel. Wir wurden herzlich von Annette empfangen. Die Verteilung der Zimmerschlüssel war schnell gemacht. Nun wurden die Zimmer begutachtet und die Koffer ausgepackt. Um 19.00 Uhr gab es Abendbrot und um 20.00 Uhr schon den ersten Tanzabend. Manche waren doch schon recht Müde, aber wir haben durchgehalten. Dietmar und Irina begrüßten alle und gaben die ersten Tips für den nächsten Tag.
Der erste Tag in Benecko. Frühstück ab 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr. Das Wetter war hell und klar. Auf ging es zur ersten Wanderung. Zufällig haben wir uns alle auf dem Turm Zály getroffen. Wir hatten eine weite Sicht bis hin zur Schneekoppe. Unter uns der herbstliche Wald. Der Aufstieg hat sich gelohnt. In der Baude gab es noch einen Tee, Kaffee oder Grog.
Jeder hat individuell den ersten Tag gestaltet. Und 17.00 Uhr gab es den ersten Workshop: “Bosa Nova”. Ohhh … so einfach ist der aber nicht. Doch wir haben uns durchgebissen, denn am Montag kommt die Gruppe “Fair Play”. Die singen einen tollen Titel “Viagra für die Füße” und da passt der Tanz dazu.
Unser Abendbrot hat geschmeckt. An jedem Tag lag ein Zettel auf dem Tisch. Darauf stand das Menü für den nächsten Tag. Beim Hauptgericht hatten wir die Auswahl zwischen zwei Essen. Ansonsten gab es immer einen Salat, eine Suppe und nach dem Hauptgericht ein Dessert (meistens Kuchen). Es war sehr reichhaltig – nur ein Glück, dass wir abends tanzen, so dass wir nicht zu nehmen.
Der Montag erwachte wieder mit einem schönen Sonnentag. Er forderte auf zu Unternehmungen. Auch einen Ausflug mit Reisebegleiterin war im Angebot. Es war eine Panoramafahrt. Dabei entdeckten wir viele wunderschöne Landschaften.
Weil sich viele das Erlernen von Partnertänzen gewünscht haben, hat Annette beschlossen und verkündet, dass schon ab 16.00 Uhr Workshops durchgeführt werden. Erst für Paare und dann Line. So haben wir viele Tänze gelernt bzw. kennen gelernt.
Jeden Tag wurden Ausflüge angeboten. Am Mittwoch ging es in die Felsenstadt. Man muss sich das so Vorstellen, als wenn es das Elbsandsteingebirge ist, nur eben auf 21 Hektar zusammengefasst. Wir hatten eine Führung. Ein tschechischer junger Mann. Er hat uns die Felsen erklärt. Mit viel Phantasie konnte man einen Elefanten, einen Frosch und auch Rübezahl mit seiner Familie erkennen. Beeindruckend war der Wasserfall. Der wurde nur sichtbar, wenn wir “Rübezahl gib uns Wasser” gerufen hatten. Ihr merkt schon, die Führung wurde sehr witzig gestaltet. Mir hat es sehr gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, dorthin noch einmal zu fahren und den Rest anschauen. 



Auf dem Plan der Tagesausflüge stand auch Harrachov. Ich bin dieses Mal nicht mitgefahren, denn ich war schon öfter dort. Kann es trotzdem empfehlen. Die Glasfabrik ist Interessant. Dort kann man zusehen, wie ein Glas entsteht. Bei der Führung danach wird einiges erklärt. Ein frisch geblasenes und heißes Glas muss sich erst entspannen, bevor es vom Deckel getrennt wird und geschliffen werden darf. Wer hätte das gedacht. In der Gaststätte oder besser Bierbrauerei gab es Mittag und ein Bier gratis zum kosten. Für die Biertrinker genau das Richtige. Es schmeckt super, habe ich mir sagen lassen.
Es gibt auch noch einen landschaftlich schön gelegenen Wasserfall. Die Wanderung dorthin ist schon ein Erlebnis. Wald und Wasser, es gibt nichts schöneres (jedenfalls für mich). Im Frühjahr waren wir in der Tropfsteinhöhle ganz in der Nähe von Harrachov. Beides Naturereignisse. 100_3075 – Wasserfall in Harrachov – Video
Zwei Höhepunkte gab es in dieser Woche. Am Sonntagabend ist das Duo “Fair Play” angereist. Mitten in der Nacht. Irina und Dietmar mussten auf sie warten. Aber wir haben mit geholfen und ebenfalls gewartet. Bei Witzen und Anekdoten verging die Zeit recht schnell und die Müdigkeit hatte keine Chance. Dann endlich gegen 02.00 Uhr morgens kamen drei geschaffte Männer an. Sie waren froh angekommen zu sein und haben sich über den nettten Empfang gefreut. So nun aber schnell in die Betten. Morgen bzw. Heute Abend ist der Tanzabend mit “Fair Play”, da muss man ausgeschlafen sein.
Es war ein schöner Abend. Alle haben sich Chic gemacht. “Fair Play” hatte mit viel Einfühlungsvermögen Titel herausgesucht, zu denen auch unsere Anfänger viel tanzen konnten. Am Schluß haben wir wieder dem “Kleinen Vampir” gelauscht. Es ist ein schönes Gute-Nacht-Lied. 

Am Donnerstag war unser zweiter Höhepunkt. Unsere Doris hatte Geburtstag. Na das wurde aber gefeiert. Sie sagte voller Freude: “Früh um 09.00 Uhr hatte ich noch nie soooo viele Gäste. Da muss man erst …. Jahre alt werden.” Es gab Sekt zum Frühstück und danach eine gemütliche Runde. Latte kam in den Raum und stellte treffend fest: “Die Gruppe der anonymen Line Dancer”
. Wir luden ihn ein, sich daran zu beteiligen. Und siehe auch er wurde Mitglied
.
Um 13.00 Uhr hatten wir ein “Haxenessen” bestellt. Sie waren riesig. Und haben geschmeckt. Natürlich war es auch hier wieder fröhlich und voller Überraschungen. Annette hatte Musik mitgebracht. Dieses Mal keine Country-Musik. Doris wurde anläßlich ihres Geburtstages zum Tanzen ver- quatsch geführt. Alles wird hier nicht verraten.
Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben. Aber hier mach ich Schluß. Danke den Veranstaltern Dietmar und Irina, der Gruppe Fair Play und Annette, die jeden Abend für die Musikmischung gesorgt hat. 